Regenspiele in Aschaffenburg
Nachdem wir im letzten Jahr als Vize-Meister etwas glücklich aber nicht unverdient aufgestiegen sind, war die Vorfreude auf den Saisonauftakt in der Bayernliga natürlich groß. Umso enttäuschender waren dann die Wetterberichte für Samstag, die 95% Regenwahrscheinlichkeit prognostizierten!
Leider bestätigte sich die Vorhersage vor Ort, der ganze Tag war einfach nur verregnet und die Plätze waren an der Grenze der Bespielbarkeit.
In den Regenpausen spielten wir aber auch Tennis, und mit etwas Pech ging die erste Runde mit 2:1 an die Aschaffenburger:
Andreas Lulay war an Position 2 chancenlos und verlor beide Sätze zu Null. Chris Geus machte es viel besser, er beherrschte im 1. Satz seinen Gegner (6:4), der im 2. Satz allerdings zurückschlagen konnte, so dass der Match-Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Hier hatte Chris leider das Pech voll auf seiner Seite und musste seinem Gegner nach einigen knappen Bällen am Ende gratulieren. In diesem Spiel hätten beide den Sieg verdient gehabt. Jürgen Schmitt an 6 verlor den 1. Satz 3:6 und wehrte im 2. Satz im Tie-Break beim Stand von 2:6 vier! Matchbälle in Folge ab. Er gewann danach den Tie-Break und den entscheiden Match-Tiebreak. Chapeau, eine super Leistung!
In der zweiten Runde zeigte unsere Numero Uno Florian Walter Tennis auf hohem Niveau. Der Aschaffenburger Appelmann spielt noch einmal deutlich schneller als unser Aufschlag-Ass, was eher selten vorkommt. Florian hatte seinen Gegener im 1. Satz mit überzeugendem Angriffstennis im Griff und verlor den zweiten, der allerdings enger war als es das 3:6 ausdrückt. Im Match-Tiebreak – mittlerweile der 3. des Tages im vierten Spiel – hat er beim Stande von 10:9 Machtball, den sein Gegner jedoch sehr gut abwehrte, dann leider noch 2 weitere Big Points drauf setzte und so am Ende den Sieg errang. Jetzt ruhten alle Hoffnungen auf Rüdiger Gardt an 3, der allerdings mit Abstand das schlechteste Wetter des Tages erwischte. Nach 0:3 Rückstand holte er mit druckvollen Topspin-Schlägen auf 3:3 auf, erhöhte auf 5:3 und musste wegen Starkregen abbrechen. Nach der Pause – das sollte sich noch mehrfach wiederholen – erwischte sein fast fehlerlos spielender Gegner den besseren Start.

Bei der nächsten Unterbrechung stand es dann 5:5, wobei beide für den Samstag keine Chance mehr sahen, dass Spiel zu beenden, weil die Plätze mittlerweile Schwimmbädern glichen. In der Zwischenzeit hatte unser eigentlicher 1er Alexander Düthorn an Position 5 seinen Gegner glatt mit 6:0 und 6:4 besiegt. Er war in allen Belangen überlegen und konnte es ganz entspannt angehen.
Da am Samstag aufgrund des Wetters keine Chance bestand, Rüdiger‘s Einzel zu beenden, einigten wir uns nach großen Tohuwabohu (ohne Worte) auf die Fortsetzung am Sonntag.
Zwischenstand am Samstag 2:3 – Fortsetzung am Sonntag
Rüdiger erwischte am Sonntag mit hervorragender Einstellung unter diesen schwierigen Umständen einen guten Start und konnte die Entscheidung im 1. Satz lange offen halten. Beide spielten sehr gutes Tennis mit wenigen Fehlen und langen Ballwechseln. Leider hatte sein Gegner das bessere Ende für sich und gewann den Satz etwas glücklich mit 7:5. Im zweiten verlor Rüdiger 2:6, wobei das Ergebnis den Verlauf nicht wiederspiegelt: auch in diesem Satz hatte Rüdiger seinen Chancen, Rüdiger kämpfte großartig, doch an diesem Tag sollte es einfach nicht sein.
In den Doppeln verloren Lulay/Schlapp leider glatt mit 0:6 und 3:6, wobei die beiden im 2. Satz Chancen hatten, diese aber nicht nutzen konnten. Im zweiten Doppel gewannen Walter/Düthorn den 1. Satz in begeisternden Manier und überzeugendem Netzspiel 7:5, worauf sie – ja, man ahnt es schon – im 2. Satz beim Stande von 0:2 wegen Regens abbrechen mussten. Als Nachholtermin wurde der 19. Mai festgelegt. Unser 3er Doppel musste sich leider glatt mit 3:6, 2:6 geschlagen geben, so dass am Ende ein klares 2:6 stand.
Doch es war nicht alles schlecht, die gute Nachricht des Spieltages ist: wir hatten gegen hoch eingeschätzte Aschaffenburger durchaus Chancen und das macht Mut auf unserem Weg zum Klassenerhalt!
Andreas Lulay